Genau oben genanntes Problem gehen Kinderärzte in einem aktuellen Positionspapier in der Zeitschrift pediatrics an. Spezifisch geht es darin um die verschiedenen weitreichenden Einwirkungen von digitalen Medien im Fernsehen oder seit neuestem Tablets wie dem Apple iPad auf Kinder unter 2 Jahre. Dabei sehen die Ärzte vor allem diese Phase als besonders vulnerabel für "Störungsinterferenzen" der kindlichen Entwicklung durch o.g. Inhalte. So fördern oft aggressiv beworbene spezielle Softwarepakete für Kleinkinder nicht etwa die geistige Entwicklung der Kinder. Vielmehr gebe es dafür kaum Evidenz noch irgendwelche stichfesten wissenschaftlichen Befunde. Das sogenannte unstrukturierte Spielen mit Gegenständen fördere dagegen die Wahrnehmung der Kinder, sich mit sich selbst zu beschäftigen und umfangreiche motorische Fähigkeiten zu erlernen. Des weiteren ersetzen auch spezielle Lernprogramme nicht den Kontakt zu den Eltern, als essentiellen Lerninhalt in der Sprachentwicklung der Kinder. Vielmehr wirke der vermehrte Medienkonsum der Eltern negativ auf diese Entwicklung, da die Eltern täglich deutlich weniger Zeit mit dem Kind selbst verbringen.
Schlussendlich ist eindeutig eine Reduzierung der Zeitspanne, in der die Kinder sich alleine mit digitalen Medien beschäftigen, anstrebenswert und als beste "Software" immer noch die Kind-Eltern-Interaktion anzusehen.
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